Muskelkater
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Ursachen

Bewegungen, bei denen der kontrahierte Muskel durch einwirkende Kraft zusätzlich gedehnt wird:
  • Bergablaufen
  • Starke Belastungen (Wettkampf, Muskeltraining)
  • Ausübung neuer Bewegungsformen
  • Aktivitäten nach langer Pause (nach Urlaub, Verletzungen)
  • Unzureichendes Aufwärmtraining
  • Allgemeine körperliche Erschöpfung (Verausgabung, Krankheit)



Allgemeines:
Die Muskelschmerzen treten nach ca. 24 Stunden auf und können bis zu einer Woche spürbar sein. Die ältere Deutung dieser Beschwerden, über sich im Muskel anhäufendes Laktat (Salze oder Milchsäure), lässt sich durch neuere Erkenntnisse nicht mehr aufrechterhalten.

Heute geht man davon aus, dass Kleinstrisse in der Muskelzelle, die elektro-mikroskopisch sichtbar sind, die Ursache des Muskelkaters darstellen. Das verzögerte Auftreten der Schmerzen lässt sich durch die Schwellung der betroffenen Muskelzellen und der dadurch erzeugten, lokalen Minderdurchblutung erklären. Weil die schmerzregistrierenden Zellen außerhalb der Muskelzellen liegen, gibt es keine direkte Signalwirkung, wie z.B. bei einer Zerrung. Die Heilung erfolgt immer ohne Folgen !!

Merke:
Muskelkater ist weder ein Zeichen guten Trainings, noch einer Leistungssteigerung, sondern immer von Überbelastung.



Vorbeugende Maßnahmen:
Ausreichendes Aufwärmtraining mit Dehnübungen; vernünftiger Trainingsaufbau mit kontinuierlicher Belastungssteigerung; gute Technikschulung und das Beachten von Ermüdungserscheinungen; einüben neuer Bewegungsmuster bei niedriger Belastung.

Erstversorgung:
Vermeidung "auslösender" Bewegungsmuster (Entlastung betroffener Muskulatur); nach Belastungen auslaufen; dosierte Dehn-, Lockerungs- und Entspannungsübungen; lokale Kühlung.

Folgemaßnahmen:
Dosierte Dehnübungen bis an die Schmerzgrenze und Vermeidung "auslösender" Bewegungsmuster (kein Weitertraining); Durchblutungsförderung der Muskulatur (Muskelpflege), z.B. durch: Radfahren, Schwimmen (mäßige Arbeit möglichst vieler Muskelgruppen, keine Ruhigstellung).

Physikalische Therapie:
  • warme Bäder, Bewegungsbäder
  • Sauna nach körperlicher Spitzenbelastung
  • Wärmeanwendungen, Heißluft, Fango
  • Massagen (jedoch nicht im schmerzhaften Zustand)

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 24. August 2011 um 12:34 Uhr