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Allgemeines:

Als Hallensport hat Badminton gegenüber vielen anderen Sportarten den Vorteil, dass es ganzjährig betrieben werden kann. Die Spielidee ist grundsätzlich einfach, die technisch-taktischen Grundlagen sind rasch erlernt.

Eine Grundausstattung mit Schläger und Bällen ist für ca. 50 Euro recht preisgünstig zu haben. Damit wird der Einstieg nicht zu einem "Fass ohne Boden". Der Turnierspieler hingegen benötigt, je nach Spielanlage, anderes Material, wobei man durchaus auch mehr  für einen guten Wettkampfschläger investieren kann. Hier gilt immer der Grundsatz: An erster Stelle stehen Fitness und Können des Sportlers, an zweiter Stelle das Material, wobei gutes Material natürlich unterstützend wirkt.

Die besondere Faszination des Badminton liegt in den unzähligen Spielvariationen, die der Kreativität und Phantasie nahezu keine Grenzen setzen. Auf der Stufe des Turnierspielers zählt Badminton in Bezug auf Reaktion, Schnelligkeit und Ausdauer zu den anspruchsvollsten Sportarten überhaupt.

Athletik und Dynamik kann man ermessen, wenn man bedenkt, dass der nur ca. 5 Gramm leichte Federball bei einem harten Schmetterschlag (Smash) den Schläger mit Geschwindigkeiten bis über 300 km/h verlässt. Top-Spieler sind in der Lage, das Spielfeld mit wenigen, kraftvollen Schritten zu überbrücken oder aus dem Stand Sprünge von gut einem Meter Höhe auszuführen, um z.B. den Ball für einen Schmetterschlag "aus der Luft" anzunehmen und druckvoll, steil zu schlagen.



Praktische Tipps:

  • Spiele die Bälle hoch und weit an die Grundlinie
  • Spiele sicher - vermeide eigene Fehler
  • Treibe den Gegner aus der Zentralposition
  • Nimm die Bälle hoch an der Netzkante an
  • Spiele häufig entlang der Seitenlinien (Longline)
  • Spiele den Gegner tief an
  • Greife an (Lass dich nicht in die Verteidigung zwingen)
  • Zwinge den Gegner zu langen Ballwechseln
  • Vermeide bei Überkopfschlägen die Rückhand, spiele lieber "links vom Kopf"
  • Kehre schnell zur Zentralposition zurück
  • Kämpfe um jeden Ball
  • Konzentriere dich - bleib auch bei Ballverlusten cool



Gymnastik und Aufwärmen:

Die herausragende Bedeutung ausgiebiger Aufwärmung und Gymnastik kann man nicht oft genug betonen, denn beim Badminton werden Muskulatur, Bänder und Gelenke durch kurze, schnelle Laufwege, abrupte Stopps und allgemein schnellkräftige Bewegungen durchaus belastet. Nur ein gut aufgewärmter und beweglicher Körper wird auf lange Sicht verletzungsfrei bleiben.

Stellen sie sich ein Aufwärm- und Gymnastik-Programm von ca. 15-30min. frei zusammen, das alle Körperpartien anspricht. Einige intensivere Übungen, insbesondere für den Lauf-Apparat, sind hierbei wünschenswert. So sind sie optimal vorbereitet für Training oder Wettkampf.

Auch nach intensiver körperlicher Belastung helfen abschließende Gymnastik und Abwärm-Übungen bei der Regeneration. Selbst Muskelkater kann dadurch vermieden oder zumindest gelindert werden. Es ist daher sinnvoll, sich z.B. Stretching oder ähnliche Gymnastik-Methoden anzueignen.



Getränke:

Das Beste ist Wasser...
erkannten schon die alten Griechen bei ihren Siegesfeiern zu den antiken olympischen Spielen. Heute steht dem Badmintonspieler ein kaum zu überblickendes Angebot an unterschiedlichsten Getränken, teils als spezielle Sportgetränke deklariert, zur Verfügung. Um Übersicht in die Vielfalt des Angebotes zu bringen, stellte das Institut für Sporternährung, Bad Nauheim, die wichtigsten Getränke für den Badmintonspieler zusammen.

Apfelsaft-Schorle:
Zu den empfehlenswerten Getränken gehören für den Badmintonspieler zu jeder Zeit natrium-hydrogen-karbonatreiche Mineralwässer, sowie mit einem sportgerechten Mineralwasser gemischte Fruchtsaft- und Apfelsaftschorlen. Das Mineralwasser für die Sport-Schorle sollte mindestens 800 mg Natrium pro Liter enthalten, reich an Jod und nicht enteisent sein.

Alkohol:
Der Genuss von Alkohol vor dem Sport ist abzulehnen, da es zu Koordinationsverlusten kommen kann. Der Wirkungskrad der Muskulatur sinkt, die Reaktions- und Reflexzeit vermindert sich. Nach Spiel oder Training sollte der Flüssigkeitsverlust zuerst mit einem geeigneten Mineralwasser oder einer Sport-Schorle ausgeglichen werden. Danach ist gegen ein Glas Bier nichts einzuwenden.

Vorsicht beim Autofahren !!
Alkohol geht nach dem Sport schneller ins Blut und erhöht zudem stärker den Blutalkohol als ohne vorherige Belastung !!

Cola-Getränke:
Die beliebten Durstlöscher weisen neben dem für den Fettstoffwechsel eventuell günstigen Koffeinanteil auch einen hohen Gehalt an Phosphaten und Kalorien auf. Eine zu hohe Phosphataufnahme hemmt die Kalziumaufnahme, während eine zu hohe Kalorienaufnahme das Entstehen von Übergewicht begünstigt. Für den Ausgleich von Flüssigkeitsverlust durch schwitzen eignen sich Cola-Getränke nicht, da ihre Flüssigkeit wegen des hohen Zuckergehaltes nur sehr langsam resorbiert wird.

Elektrolyt-Getränke:
Elektrolyt ist eine andere Bezeichnung für Mineralstoff. Mineralstoffe erfüllen wichtige Funktionen im Organismus. Sie können durch Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte oder durch Getränke zugeführt werden. Charakteristisch für Elektrolyt-Fertiggetränke ist, dass keine Spurenelemente zugesetzt werden dürfen. Sport-Schorlen hingegen enthalten je nach verwendetem Mineralwasser Spurenelemente, wie Jod oder Eisen.

Energy-Drinks:
Die seit den letzten Jahren in Deutschland zugelassenen Energy-Drinks werden besonders von Kindern und Jugendlichen häufig getrunken. Die anregende Wirkung ist auf den Koffeingehalt zurückzuführen, der aber meist geringer ist als bei einer Tasse Bohnenkaffee. Weitere Inhaltsstoffe sind Taurin, Zucker und Glucoronsäuren.

Inwieweit Taurin, eine konjungierte schwefelhaltige Aminosäure, die der Körper zur Produktion der Gallensäure verwendet, die Koffeinwirkung unterstützt, ist bei Experten umstritten. Konkrete Gefahren gehen von diesen Getränken sicher nicht aus. Als Sportgetränke sind sie wegen des hohen Zuckeranteils, der harntreibenden Wirkung des Koffeins und des geringen Mineralstoff- und Spurenelementegehaltes nicht zu empfehlen.

Fruchtsäfte:
Fruchtsäfte und Fruchtsaftkonzentrate sind unvergorene alkoholfreie Getränke. Reine Fruchtsäfte sind als Sportgetränke wenig geeignet. Zum einen haben sie eine zu hohe Konzentration an Kalium, zum anderen ist bei unverdünnten Fruchtsäften der Zuckergehalt zu hoch, um Flüssigkeitsverluste schnell zu ersetzen. Ihre Osmolarität ist so hoch, dass die Magenentleerung verzögert wird. Zum Mischen mit natrium-hydrogen-karbonatreichem Mineralwasser sind sie sehr gut geeignet.

Hypertone Getränke:
Hypertone Getränke haben eine höhere Konzentration an osmotisch wirksamen Teilchen als das Blut. Damit das Getränk vom Organismus aufgenommen werden kann, muss es zuerst auf die gleiche oder geringere Osmolarität wie das Blut gebracht werden. Dies geschieht dadurch, dass dem Organismus kurzfristig Wasser entzogen und das Getränk im Magen-Darm-Trakt verdünnt wird. Hypertone Getränke sind z.B. reine Obst- und Gemüsesäfte.

Isotonische Getränke:
Isotonische Getränke haben die gleiche Konzentration an osmotisch wirksamen Teilchen wie das Blut. Dies sagt aber nichts über die Art der Zusammensetzung und die Qualität des Getränkes aus. So ist eine fünfprozentige Traubenzuckerlösung (50 g Zucker pro Liter) blut-isotonisch, obwohl sie keinen einzigen Mineralstoff enthält. Hypertone Getränke werden genauso schnell oder schneller aufgenommen wie isotonische. Entscheidend für den Badmintonspieler ist daher nicht die Isotonie, sondern der Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen.

Kaffee:
Kaffee hat einen hohen Gehalt organischer Säuren, die den Organismus zu einer sauren Reaktion führen, wodurch es vermehrt zu Sodbrennen kommen kann. Wegen seiner harntreibenden Wirkung ist Kaffee vor dem Sport nicht zu empfehlen.

Limonaden:
Limonade kann künstlich aus Leitungs- oder Mineralwasser hergestellt werden. Der unterschiedliche Geschmack wird durch Geschmacksstoffe, Fruchtsaftzugabe und etwa 10% Zucker erreicht. Auch Kohlensäure darf zugesetzt werden. Durch den hohen Zuckergehalt und den niedrigen Anteil an Mineralstoffen und Spurenelementen sind Limonaden für den Badmintonspieler nicht empfehlenswert. Sie gleichen während und nach dem Match die Flüssigkeitsverluste nicht schnell genug aus. Zudem schaffen sie keinen Ersatz der mit dem Schweiß verlorengegangenen Mineralstoffe und Spurenelemente.

Milch:
In Deutschland wird unter Milch allgemein Kuhmilch verstanden. Sie ist der wichtigste Kalzium-Lieferant. Außerdem enthält Milch viele Mineralstoffe und Vitamine, vor allem Vitamine der B-Gruppe. Einige dieser Vitamine sind sehr lichtempfindlich. Deshalb sollte beim Einkauf auf Braunglas-Flaschen geachtet werden. Milch gehört in jedem Fall zur Basisernährung des Badmintonspielers. Als Sportgetränk während des Matches oder Trainings ist sie weniger geeignet.

Natürliches Mineralwasser:
Als einziges Lebensmittel muss natürliches Mineralwasser nach dem Gesetz "ursprünglich rein" und amtlich anerkannt sein. Es muss aus vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen stammen und darf keine durch Menschenhand verursachte Verunreinigungen enthalten. Erlaubt ist lediglich die Zugabe von Kohlensäure und das Entfernen verschiedener unerwünschter Bestandteile wie Eisen und Schwefel.

Tee:
Tee ist ein Getränk mit stimulierender Wirkung für das zentrale Nervensystem. Da das Teein im Tee an Gerbstoffe gebunden ist, wird es langsamer und kontinuierlicher freigesetzt als das Koffein von Kaffee. Dadurch ist Tee weniger aufputschend und fördert die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit.

Vitaminsäfte:
Sie sind meist ein Gemisch aus neun bis zwölf verschiedenen Fruchtsorten, die mit Vitaminen angereichert werden. Gemischt mit mineralstoffreichen Mineralwässern können Vitaminsäfte vor allem für den Badmintonspieler ein sinnvolles Sportgetränk sein, der aufgrund einer Reduktionsdiät eine geringe Kalorienzufuhr bei hohem Vitaminbedarf anstrebt.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 24. August 2011 um 12:28 Uhr