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Offizielles Regelwerk:
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Rallypoint-Zählweise:
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Fehler im Spiel:
  • Ball wird ins Netz, unter das Netz oder seitlich am Netz vorbei geschlagen
  • Ball wird ins Aus geschlagen
  • Ball wird mit Körper oder Kleidung berührt
  • Ball wird "geschleudert" oder doppelt getroffen
  • Schläger, Körper oder Kleidung berühren das Netz
  • Ball wird geschlagen, bevor er das Netz zum eigenen Feld überquert hat
  • Unter dem Netz wird ins Gegnerfeld "übergetreten"
  • Weitere Regeln siehe » Offizielles Regelwerk

Begriffe von Schlägen:
  • Clear
    Der Ball fliegt in einer hohen Flugbahn bis an die gegnerische Grundlinie - Variation: Der "Angriffs-Clear" wird ebenfalls lang ins Hinterfeld des Gegners gespielt, jedoch nur ganz knapp über seine Reichhöhe.

  • Drop
    Der Ball wird mehr oder weniger steil aus rückwärtigen bis vorderen Feldbereichen kurz hinter das Netz der Gegnerseite gespielt. Der Schlag kann auch "angeschnitten" werden.

  • Hairpin-Drop
    Der Ball wird nah am Netz knapp über das Netz gespielt. Aufpassen: Der Schläger darf nicht das Netz berühren.

  • Drive
    Der Ball wird druckvoll, nahezu waagerecht, knapp über die Netzkante gespielt. Gut als Angriffs-Konter einsetzbar.

  • Smash
    Härtester Angriffsschlag: Starker, abwärts gerichteter Schmetterschlag mit maximaler Beschleunigung (erreicht bei Top-Spielern bis über 300 km/h).

  • Swip
    Der Ball wird "aus dem Handgelenk" vom Netzbereich aus in einer flachen Flugbahn, knapp über die Reichhöhe des Gegners, in dessen Hinterfeld platziert.

  • Cross
    Z.B. diagonaler Clear, Drive oder Drop. Generell alle diagonal gespielten Schläge.

  • Longline
    Schlag parallel zur Seitenlinie.



Eltern und Fair-Play:

Fairnis sollte nicht etwa "out" sein, ganz im Gegenteil. Gerade bei der allgemein zunehmenden Brutalisierung des Sports muss sie wieder ganz groß geschrieben werden. Schon den Jüngsten sollte sie als "echt coole Haltung" selbstverständlich sein. Es gilt, den sportlichen Gegner respektvoll zu behandeln und nicht etwa als "Feind", den man mit allen Mitteln "wegputzen" muss.

Für Eltern als erste Vorbilder bedeutet dies konkret:
  • Kinder als gleichberechtigte, ernst zu nehmende Partner akzeptieren
  • Den Erfolg nicht über alles zu stellen, die Mädchen und Jungen zum Einsatz aller Kräfte zwar anzuspornen, aber die spielerischen Momente nicht zu vergessen
  • Auf die Einhaltung der Wettkampfregeln zu achten, unfaires, rowdy-haftes Benehmen abzulehnen und die Bedingungen der Chancengleichheit zu gewährleisten
  • Wer Fair-Play als sportliches Ideal von seinen Kindern verlangt, der sollte diese Haltung selbst immer wieder vorleben

Das Kind als Partner annehmen:
"Blinder"; "Babbel nix"; "Dreh Dich um"; "Schlimmer geht's doch gar nicht"; "Komischer Vogel"; "Idiot"; "Diese blöden Kinder"; "Spiel endlich richtig"; "Bewegungslegastheniker"; "Knackarschmongole" - ermunternde Zurufe so mancher "lieben Eltern"...

...oder:
"Wir haben soviel für Dich getan, jetzt darfst Du uns doch nicht enttäuschen"; "Wir wissen, dass es nicht leicht ist, Du musst da aber durch, versteh uns doch, wir wollen doch nur Dein Bestes" - moralische "Unterstützung" von Seiten mancher Eltern.

Stimmung einer 16-jährigen Sportlerin:
"Manchmal habe ich einfach keine Lust mehr. Dann möchte ich alles hinschmeißen und irgendwo hingehen zum Tanz. Aber dann überlegt man es sich doch wieder. Ich habe so viele Jahre für den Leistungssport geopfert, dass ich nicht alles Hals über Kopf aufgeben kann. Ich habe mich für den Leistungssport entschieden und muss so leben, wie es von mir verlangt wird".

Eine 14-jährige Tennisspielerin:
"Jetzt tun die so viel für mich, fahren überall mit mir hin und investieren Zeit, da muss doch jetzt endlich mal was von mir kommen. Ich kann doch nicht dauernd auf großem Fuß leben. Dann setzt man sich schon mal selber unter Druck".

Das Verhalten vieler Eltern von Schülern und Jugendlichen die Leistungssport betreiben zeigt in aller Schärfe, was mehr oder weniger ausgeprägt auf fast allen Ebenen des Wettkampfsportes geschieht. Gezielte Fördermaßnahmen und immer intensivere Trainingseinheiten sollen die Talente auch ganz sicher auf (Hoch-) Leistungs- oder Medaillenkurs bringen. Dagegen ist nichts einzuwenden, solange Eltern, Trainer und Ärzte, diesen Prozess verantwortungsbewusst steuern und begleiten.



Meinungen:

Selbst, wenn die meisten Elternpaare immer wieder ihre uneigennützigen Motive betonen und jede Form von Zwang weit von sich weisen, schießen sie beim Managen ihrer Teens und Twens leider all zu oft über das Ziel hinaus !!

Es ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass solche Super-Eltern versuchen, an ihren Kindern etwas nachzuholen, was ihnen früher selbst versagt blieb. Vor allem die durch die Medien ins rechte Licht gerückten Erscheinungen publicity-süchtiger Tennismütter, Eislauf-Betreuerinnen und fanatischer Fußballväter, bedürfen kaum eines Kommentars.

Der Deutsche Olympische Sportbund erklärt daher unmissverständlich:
"Die Eltern spielen eine wichtige Rolle bei der pädagogischen Führung von Kindern die Leistungssport betreiben. Sie müssen z.B. dafür sorgen, dass dem Kind zwischen den Anforderungen von Sport und Schule, genügend Freiraum für die Entwicklung eigener Interessen und die Pflege sozialer Kontakte bleibt". Die Freude am Spiel darf nicht verloren gehen, das Siegen sollte nicht über alles gestellt werden.


Einige "Goldene Regeln" für das Fair-Play der Eltern:
  • Versuchen Sie, lhrem Kind ein Vorbild und Partner zu sein
  • Sorgen Sie für die Transparenz Ihrer Entscheidungen
  • Denken Sie vor allem an die gesunde Entwicklung Ihres Kindes
  • Diskutieren Sie ungeklärte Fragen und Probleme mit Ihrem Kind
  • Stellen Sie nicht allzu hohe Erwartungen, und geben Sie Ihrem Kind den nötigen Rückhalt
  • Unterstützen Sie Aktivitäten, aber mischen Sie sich nicht in die ureigene Sphäre des kleinen Sportlers ein
  • Loben oder Belohnen Sie faires Verhalten
  • Mäßigen Sie falschen Ehrgeiz (bei sich selbst und bei Ihrem Kind)

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 25. April 2011 um 18:07 Uhr